Ein Angebot des RKW Kompetenzzentrums

Implenia Hochbau GmbH

Von großen Vorbildern lernen –

Nachmachen erlaubt!

Die Implenia Gruppe mit rund 3.000 Mitarbeitern in Deutschland ist das führende Bau- und Baudienstleistungsunternehmen der Schweiz mit einer starken Stellung im europaweiten Infrastrukturmarkt sowie bedeutenden Aktivitäten im deutschsprachigen Hoch- und Ingenieurbau. Das integrierte Businessmodell und die in allen Bereichen des Bauens tätigen Spezialisten erlauben es der Gruppe, ein Bauwerk über seinen gesamten Lebenszyklus zu begleiten – wirtschaftlich, integriert und kundennah.

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Implenia hat schon vor Jahren erkannt, dass BIM eine durchgängige Arbeitsweise ermöglicht, Schnittstellen bedient, die Transparenz erhöht und Projekte so termin- und kostengerecht abgewickelt werden können. Dieser heute oft zitierte Mehrwert wurde damals nur von einer kleinen Minderheit in der Branche gesehen. Als klassischer Generalunternehmer (GU) mit starkem Fokus auf Immobilienlösungen – von der Entwicklung und Planung über Neubau oder Sanierung bis zum Betrieb – spielt für Implenia das integrale Planen und Bauen eine zentrale Rolle. Professioneller Umgang mit Immobilien erfordert eine ganzheitliche Betrachtung der Prozesse im Lebenszyklus. Darauf hat sich das Unternehmen ausgerichtet.

Alle Projektbeteiligten arbeiten interdisziplinär mit einem gemeinsamen Projektverständnis zusammen. Das verbessert die Kommunikation, verringert Missverständnisse und fördert schnellere Entscheidungen.

BIM ist für Implenia tägliche Realität in vielfältigen Einsatzbereichen: Das Unternehmen bringt BIM sowohl im Hochbau als auch in Infrastrukturprojekten erfolgreich zur Anwendung – vom Akquiseprozess über die Planungsphase bis auf die Baustelle. Noch bildet der Stand der BIM-Durchdringung nicht bei allen operativen Einheiten die komplette Prozesskette ab.

Die Digitalisierung von vornherein als Chance verstehen und nutzen

Das Unternehmensziel ist es, die fundamentalen Veränderungen in der Bauindustrie zum Vorteil der Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre zu nutzen. Dazu muss Implenia sowohl den Fokus auf Innovation verstärken als auch entsprechende Investitionen tätigen.
Den Ausbau der Technologien im Bereich digitales Bauen und BIM führt das innovative Unternehmen fort. Ein neuer „Innovation Hub“ wird sich auf zukunftsträchtige Geschäftsmodelle und die digitale Entwicklung konzentrieren. Implenia fördert deshalb vielversprechende Nischenangebote und baut die  attraktivsten weiter aus. Und nicht zuletzt treibt das Unternehmen die integrale Projektabwicklung und industrielle Bauweise voran, insbesondere in der  Projektentwicklung und im Hochbau. Das neu gegründete Kompetenzzentrum „Project Excellence & Services (PES)“ fordert und fördert Methoden und Innovationen, um die optimale Abwicklung der Projekte in der gesamten Implenia-Gruppe zu gewährleisten. PES vereint hierbei Themen wie BIM, LEAN Construction, Prozess- und Risikomanagement, Nachhaltigkeit und Arbeitssicherheit in einer gemeinsamen Organisationsstruktur, welche ein interdisziplinäres Zusammenarbeiten im Bauprojekt zur Bedingung macht.

Unsicherheiten können durch intensive Begleitung des Veränderungsprozesses vermieden werden

Die digitalen Möglichkeiten in der Industrie und nun auch in der Bauwirtschaft sind allgegenwärtig. Viele Unternehmen haben erkannt, dass sie ohne den Einsatz digitaler Methoden in den nächsten Jahren nicht mehr konkurrenzfähig sein werden. Das schürt auch Ängste. Ängste vor technologischem Wandel und sich verändernden Geschäftsmodellen. Die Frage, wie die Digitalisierung letztendlich das jeweilige Unternehmen beeinflusst und im Idealfall noch wirtschaftlicher machen soll, schafft große Unsicherheit.
Interdisziplinärer Austausch bedeutet immer auch, eigene Arbeitsabläufe umzustellen und offen zu legen. Zum einen entsteht hier zu Beginn der Umstellung hin zu einer engeren und kooperativeren Zusammenarbeit ein gewisser Mehraufwand, um anderen Projektbeteiligten Informationen kontinuierlich zukommen zu lassen und sich regelmäßig abzusprechen. Zum anderen ist die daraus abgeleitete Transparenz nicht jedem recht, da die eigene Arbeitsweise hierbei ständig durch die anderen Projektbeteiligten auf dem Prüfstand steht. Kollaboration ist noch keine Selbstverständlichkeit in der auf Arbeitsteilung gepolten Baubranche. Im  Unternehmen begleitet Implenia deshalb diesen Veränderungsprozess sehr intensiv.

Die Digitalisierung führt nicht zu Personaleinsparungen, im Gegenteil, es werden werden mehr qualifizierte Mitarbeiter benötigt

Die Einführung hat intern nicht zu „Rationalisierungsprozessen“ im Sinne von Personaleinsparungen geführt. Im Gegenteil. Derzeit wird die Projektabwicklung mit BIM durch zwei neue Rollen ergänzt: Der BIM-Manager treibt die BIM-Implementierung im Unternehmen voran und überwacht den BIM-Prozess im Projekt. Der BIM-Koordinator organisiert den Informationsfluss zwischen den Projektbeteiligten, führt die einzelnen Fachmodelle in einem Koordinationsmodell zusammen und ist für die Vorgaben und Einhaltung eines projektspezifischen BIM-Abwicklungsplans verantwortlich. Diese neu entstandenen Job-Profile werden in Zukunft jedoch wieder mit den Rollen des bestehenden Projektteams verschmelzen, wenn in einigen Jahren der Einsatz von BIM – als integraler Bestandteil des Bauprozesses – zur Regel geworden ist.

Tätigkeiten und Aufgaben im Unternehmen können sich verändern

Tätigkeiten und Aufgaben haben sich durch den Digitalisierungsprozess und die Einführung von BIM verändert, denn Software Kenntnisse sind nur ein Teil der Voraussetzung, um in einem BIM-Projekt erfolgreich zu sein. Der Fokus liegt bei BIM auf der Vernetzung und Bereitstellung der projektbezogenen Daten, was zwingend eine kooperative und strukturierte Projektarbeit des ganzen Teams voraussetzt. Daher sind in den Projekten auch sehr gute Kommunikationsund Management-Qualitäten gefordert. Wer sich neuen Technologien und Veränderungen in der eigenen Arbeitsweise nicht verschließt, kann bedenkenlos in die Zukunft blicken. Darüber hinaus ist Implenia als Unternehmen, das in der Digitalisierung vorne mit dabei ist und eine eigene Forschungs- und Entwicklungs-Kompetenz hat, bei jungen Leuten sehr attraktiv.

Welche Voraussetzungen mussten dafür geschaffen werden?

In intern organisierten Schulungen und Workshops werden die Mitarbeitenden mit den neuen Technologien und Verfahren vertraut gemacht. Die Schulungsmaßnahmen inhouse zu entwickeln und durchzuführen war eine bewusste Entscheidung. Auch wenn dazu zunächst die entsprechenden Kompetenzen aufgebaut werden mussten. Das interne Angebot senkt die Hemmschwelle für die Mitarbeitenden und die Rückkopplung kann für die Weiterentwicklung des Programms optimal genutzt werden.

Folgende Formen der Mitarbeitereinbindung konnten erfolgreich genutzt werden

Implenia hat eine Aufteilung in unterschiedliche Berufsfelder vorgenommen, um alle Mitarbeiter anforderungsgerecht auf die Digitalisierung entlang des Bauprozesses vorzubereiten. Das Implenia BIM Schulungs-Konzept definiert die Schulungsetappen der berufsspezifischen Zielgruppen, welche den Mitarbeiter befähigen, ein Bauprojekt in seinem gewohnten Tätigkeitsfeld mit der BIM-Methode abzuwickeln. Das Unternehmen fokussiert sich darauf, jeden Mitarbeiter individuell auf die Digitalisierung vorzubereiten und Ängste abzubauen. Implenia ist der Auffassung, dass es für die Mitarbeiter wichtiger ist, den Grundgedanken der Informationsnutzung verstanden zu haben, als ein einzelnes Software-Produkt bis ins letzte Detail zu kennen. Informationsnutzung bedeutet hier, die notwendigen Informationen an richtiger Stelle – gemäß der anfallenden Tätigkeit – zur Verfügung zu stellen.

Das hat sich bewährt: Modular und nutzungsspezifisch schulen 

  • 1. Regelmäßige Einführungsschulungen für den Einstieg
    Die BIM-Einführungsschulungen beinhalten sowohl gruppenweit gültige BIM-Grundlagen, als auch länder- und spartenspezifische Inhalte, inklusive Vertiefung in berufsgruppenspezifischeTätigkeiten und Neuerungen.
  • 2. Anwenderschulungen als Basis für den selbstständigen Einsatz im Projekt
    Verschiedene Softwareanwendungen werden als Teil des Weiterbildungsprogramms der HR Development länder- und zielgruppenspezifisch angeboten.
  • 3. „Training on the Job“ als zentrales Befähigungsinstrument
    Im Rahmen der Projektarbeit werden vertiefte Kenntnisse zur BIM-Anwendung mit Begleitung durch die zentralen BIM-Teams vermittelt.
  • 4. Individualprogramme zum „On Boarding“ angehender BIM-Professionals
    Verschiedene Ausbildungsprogramme für angehende BIM-Professionals (BIM-Konstrukteur und BIM Koordinator) sorgen dafür, dass operative Einheiten BIM-Projekte zukünftig selbstständig umsetzen können.

Tipps zur Digitalisierung und speziell zur Einführung von BIM Eine gute Marktsondierung ist sehr wichtig! Lassen Sie sich gegebenenfalls von Externen beraten, aber Vorsicht, es gibt viele schwarze Schafe. Viele Innovationen gibt es bereits auf dem Markt, eigene Entwicklungen lohnen sich erst ab einer bestimmten Unternehmensgröße. Ein wichtiger Aspekt: Die Mitarbeiter immer gut informieren und mitnehmen – das hilft, Ängste abzubauen. Und mindestens ebenso wichtig ist, sie möglichst schnell eigene Projekterfahrung sammeln zu lassen.